Was ist Durchfall ?

Durchfall – Ursachen und Symptome

Oft wird von „Durchfall-Erkrankungen“ gesprochen, aber eigentlich ist der Durchfall nur ein Symptom, das auf eine gestörte Darmfunktion hinweist. Dazu kann es kommen, wenn das Zusammenspiel der Bakterien im Darm gestört wird – sei es durch psychische Faktoren, Entzündungen im Darm oder Infektionen. Dadurch können einige Arten von Darmbakterien knapp werden oder sich stark vermehren. Beides stört den komplexen Prozess der Verdauung. Treten etwa einzelne Bakterienarten zu häufig auf, verursachen deren Ausscheidungen oft eine Entzündung der Darmwand. Das behindert vor allem die Flüssigkeitsaufnahme, zudem nimmt der Körper nicht ausreichend Nährstoffe und Mineralien auf.
So verbleibt zu viel Flüssigkeit im Stuhl und sorgt für die typische breiige bis wässrige Konsistenz, was man als Durchfall bezeichnet.

Durchfall-Arten

Der osmotische Durchfall ist durch eine beeinträchtigte Verdauung gekennzeichnet. Durch mehr unverdaute Nahrungsbestandteile steigt der osmotische Druck im Darm und führt dazu, dass Wasser „aktiv“ im Stuhl gehalten wird und diesen somit verdünnt.

Der sekretorische Durchfall geht häufig auf die Entzündung der Darm-Schleimhaut durch Krankheitserreger oder deren giftige Ausscheidungen (Toxine) zurück. Die Darmschleimhaut reagiert auf die Entzündung mit einer vermehrten Bildung von Sekreten, die den Stuhl verdünnen. Außerdem können über die entzündeten und somit durchlässigen Darmbereiche vermehrt Wasser, Elektrolyte und Proteine, manchmal auch Blut vom Körper in den Darm gelangen, was den Durchfall verstärkt. Diese verdünnen den Stuhl. Zeitgleich ist auch die Resorption von Nahrungsbestandteilen und damit die Verdauung gestört.

Der funktionelle Durchfall wird durch körpereigene Hormone, Transmitter oder Stoffwechselprodukte ausgelöst. Diese Stoffe reizen die Zellen im Darm und beeinträchtigen die Verdauung. Tritt der Durchfall häufig in Stresssituationen auf, kann ein Reizdarmsyndrom vorliegen.

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