Durchfall und seine Auslöser

Die Ursachen der Durchfall-Erkrankungen sind vielfältig. Krankheitserreger wie Salmonellen oder der Norovirus, verdorbene Nahrungsmittel, chronische Erkrankungen aber auch Stress können Auslöser für Durchfall sein.

Eier

Durchfall durch Salmonellen, Norovirus und Co.

Die häufigsten Ursachen für Durchfall sind verdorbene Speisen und Krankheitserreger in Nahrungsmitteln. Vor allem in den Sommermonaten machen immer wieder Salmonellen-Infektionen Schlagzeilen, die zumeist auf Mängel bei der Lagerung von Lebensmitteln zurückzuführen sind. Rohes Hackfleisch, Mettwurst, Hühnerprodukte, Eis oder Mayonnaise reagieren besonders sensibel auf höhere Temperaturen und bilden einen idealen Nährboden für Salmonellen. Nachlässigkeit bei der Kühlung oder der Hygiene fördern die Verbreitung der Keime extrem. Salmonellen-Infektionen gehen oft mit Brech-Durchfall einher und können für ältere Menschen und Kinder sogar lebensbedrohlich werden. Ähnliche Symptome zeigen auch Infektionen mit dem E. coli-Bakterium sowie dem Rotavirus und dem Norovirus, die zu den häufigsten Erregern gehören.

Durchfall durch Nahrungsmittel

Einige Nahrungsmittel und Inhaltsstoffe bergen auch im einwandfreien Zustand ein gewisses Durchfallpotenzial. Dazu zählen Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit oder Mannit, die in vielen Süßigkeiten oder Getränken verwendet werden. Sogenannte „zuckerfreie” Bonbons oder Kaugummis und Light-Getränke werden häufig damit gesüßt. Daneben können auch Alkohol, Nikotin oder Koffein in größeren Mengen Durchfälle auslösen. Allerdings sind diese Beschwerden oft von kurzer Dauer und verschwinden meist umgehend wieder - sofern man bei Kaffee oder Alkohol ein vernünftiges Maß findet. Wie so oft im Leben gilt hier das Motto:

„Maßvoller Genuss vermeidet Verdruss”

Durchfall durch Allergien und chronische Darm-Erkrankungen

Auslöser für Durchfall-Symptome können auch verschiedene Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien, chronisch-entzündliche Darm-Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Stoffwechselkrankheiten wie Schilddrüsenüberfunktion sein. Relativ weit verbreitet ist die Kuhmilchunverträglichkeit, die bei Kindern seltener als bei Erwachsenen auftritt und sich oft in den ersten Lebensjahren verliert. Seltener ist Zöliakie, eine Überempfindlichkeit gegenüber dem Klebereiweiß Gluten, das in Getreidearten wie Weizen, Roggen, Hafer oder Gerste vorkommt; eine Krankheit die in Deutschland einen von 500 Menschen betrifft.

Durchfall durch Angst, Stress, Nervosität

Manche Menschen reagieren auf besonders anstrengende oder belastende Lebenssituationen mit Durchfall. Dies können bevorstehende Prüfungen und einschneidende berufliche oder private Veränderungen sein. In vielen Fällen verschwinden die Beschwerden, sobald sich die Situation geklärt hat, von allein. Bei einem chronischen und psychisch bedingten Durchfall ist ein Besuch beim Arzt sinnvoll und notwendig, da es sich bei den Ursachen auch um behandlungsbedürftige seelische Leiden handeln kann.

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