Therapie

Die Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhoe hat ein sehr variables Erscheinungsbild. Das Spektrum reicht von einem sehr leichten Verlauf bis hin zu einer schweren Erkrankung, die weitere Folgekomplikationen nach sich ziehen kann.

Die Behandlungsstrategie richtet sich deshalb nach der Schwere der Erkrankung sowie anderen, den jeweiligen Patienten betreffenden Faktoren und kann nur vom behandelnden Arzt festgelegt werden.

 

Vorsicht bei Selbstmedikation

Häufig werden bei Durchfall-Erkrankungen Arzneimittel eingesetzt, welche die Darmfunktion herabsetzen. Diese Arzneimittel werden als Motilitätshemmer bezeichnet und sollen helfen, die negativen Auswirkungen eines Durchfalls wie Flüssigkeitsverluste zu mildern. Motilitätshemmende Arzneimittel sollen jedoch bei einer CDAD nicht eingenommen werden, weil sie die Ausschwemmung der Clostridien und vor allem der durch die Clostridien gebildeten krankheitsauslösenden Toxine behindern. Dies kann den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen. Auch wenn solche Medikamente teilweise rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind, sollten Sie diese Medikamente trotzdem nur nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt einnehmen, wenn Sie wissen, dass Sie an einer CDAD erkrankt sind.

RIEMSER Pharma GmbH