Diagnose

Anamnese

Eine Anamnese in Bezug auf die spezifischen Risikofaktoren sowie das Erscheinungsbild, die Häufigkeit und Geruch des Durchfalls sowie weitere Symptome wie Fieber, Brechreiz und Schmerzen im Unterleib können bereits wichtige Hinweise auf eine CDAD liefern. Teilen Sie dem Arzt mit, wenn Sie zur Zeit oder bis vor Kurzem Antibiotika eingenommen haben. Dies ist ein wichtiger Hinweis für die Diagnose einer CDAD.

Gezielte Diagnose

Eine gezielte Diagnose kann zum Beispiel darin bestehen, eine Probe Ihres Stuhl dahingehend untersuchen zu lassen, ob er die krankmachenden Clostridien und deren Toxine enthält, welche die Entzündung auslösen. Diese Untersuchung wird in einem medizinischen Labor durchgeführt. Wenn zum Beispiel die Toxine in der Stuhlprobe gefunden werden, ist das ein sehr starker Hinweis darauf, dass Sie eine CDAD haben. Werden keine Toxine und Bakterien gefunden, kann der Durchfall eine andere Ursache haben.

Weitere Verfahren eignen sich, um das Ausmaß der Erkrankung zu visualisieren. So lassen sich in Abhängigkeit der Krankheitsschwere mit einer Tomographie, Sonographie oder Röntgenaufnahme charakteristische Veränderungen in denjenigen Darmbereichen erkennen, die von der Erkrankung betroffen sind.

Im weiteren besteht die Möglichkeit, den Dickdarm direkt mit einem Koloskop oder Sigmoidoskop zu untersuchen. In Abhängigkeit der Krankheitsschwere können damit Entzündungszeichen an der Darmschleimhaut direkt erkennbar sein, die sehr charakteristisch sind für eine CDAD. Hierzu gehören z. B. eitrige, entzündliche Beläge auf der Darmschleimhaut, die sogenannten Pseudomembranen. In mehr als 95% aller Fälle sind die Pseudomembranen auf eine Infektion mit Clostridium difficile zurückzuführen, so dass ihr Nachweis mit einem Koloskop eine nahezu sichere Diagnose für die CDAD ist.

Allgemeine Laboruntersuchungen

Mit einer Blutuntersuchung lassen sich diejenigen Veränderungen feststellen, die für eine entzündliche Durchfall-Erkrankung wie der CDAD charakteristisch sind. So weisen Veränderungen in bestimmten Blutwerten auf eine bakterielle Entzündung hin, und das Ausmaß der Veränderungen gibt einen Hinweis darauf, wie schwer die Erkrankung ist. Auch kann mit einer Blutuntersuchung festgestellt werden, ob der Körper in Folge des Durchfalls viel Wasser, Elektrolyte und Eiweiß verloren hat. Hierdurch kann festgestellt werden, ob entsprechende Defizite durch zusätzliche Massnahmen ausgeglichen werden müssen.

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