Das Krankheitsbild

Das Krankheitsbild einer CDAD kann sehr stark variieren. So ist es möglich, dass sich nur ein leichter Durchfall einstellt, der von sich aus nach ein bis drei Tagen wieder verschwindet, ohne dass der Erkrankte einen Arzt aufsucht. Oder die Symptome sind so schwach, dass der Arzt keine weiterführende Diagnostik veranlasst und zunächst nur beobachtet, ob der Durchfall wieder von selbst verschwindet. In vielen Fällen treten jedoch sehr starke Durchfälle auf, die mit krampfartigen Schmerzen im Unterleib einhergehen können. Je nach Krankheitsschwere kann ein erheblicher Verlust von Flüssigkeit, Elektrolyten und Eiweiß eintreten, der durch geeignete Maßnahmen ausgeglichen werden muss. Ebenso kann starkes Fieber auftreten und im Blutbild zeigen sich Veränderungen, die für eine entzündliche Durchfall-Erkrankung charakteristisch sind.

Das Erscheinungsbild des Durchfalls kann ebenfalls einen Hinweis auf eine CDAD geben. Der Durchfall selbst kann wässrig bis schleimig oder breiig sein und sehr unangenehm riechen. Ein sehr unangenehmer Geruch deutet auf Eiterherde hin, die sich auf der Schleimhaut des Dickdarms infolge der Entzündung gebildet haben. Diese eitrigen Herde bezeichnet man als Pseudomembranen. Deshalb wird dieses Stadium der Erkrankung auch als „Pseudomembranöse Enterokolitis“ bezeichnet.

In der Folge kann es zu weiteren Komplikationen wie z. B. einem Darmverschluss kommen. Auch kann die Darmwand in Folge der Entzündungsreaktion so stark durchlässig werden, dass die im Darm lebenden Bakterien in das Bauchfell und die Blutbahn eintreten können. Als Folge entsteht eine Bauchfellentzündung und eine Blutvergiftung.

In den meisten Fällen verläuft die Erkrankung jedoch leicht oder in mittlerer Stärke, die mit einer gezielten antibiotischen Behandlung geheilt werden kann. Wirklich schwere Fälle sind vergleichsweise selten.

Wie schwer eine CDAD verläuft, hängt von weiteren Risikofaktoren ab, die im Folgenden beschrieben werden.

Bei manchen Menschen kommt die CDAD trotz erfolgreicher Behandlung wieder zurück. Man spricht dann von einem Rezidiv. Es kann auch vorkommen, dass Rezidive mehrmals auftreten, obwohl die zuvor erfolgte Behandlung mit einem Antibiotikum jeweils erfolgreich war. Der Grund sind die Sporen, welche Clostridium difficile bilden. Diese werden durch Antibiotika nicht abgetötet und können im Darm verbleiben. Wird das zur Behandlung der CDAD eingesetzte Antibiotikum dann abgesetzt, können aus diesen Sporen wieder Clostridien entstehen und erneut eine CDAD auslösen. Betroffen hiervon sind häufig alte Menschen, bei denen die physiologische Darmflora sich nicht gut regeneriert und deshalb eine erneute Keimung der Sporen zu den Toxin-bildenden Bakterien zulässt.

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